Schlimmstes Korallensterben aller Zeiten am Great Barrier Reef

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Schlechte Neuigkeiten für zukünftige Backpacker in Australien: Australische Wissenschaftler haben in diesem Jahr das schlimmste jemals festgestellte Korallensterben am Great Barrier Reef festgestellt.

Im nördlichsten Bereich des Great Barrier Reefs sind bereits zwei Drittel der Korallen abgestorben. Es existieren bereits Riffe, welche überhaupt keine lebenden Korallen beherbergen. Auffallend dabei war, dass dieser Teil des Great Barrier Reefs bisher im besten Zustand war. Jetzt leidet diese Gegend überaus stark an der schlimmsten Korallenbleiche aller Zeiten.

Wie kommt es zum massiven Korallensterben am Great Barrier Reef?

Die Korallenbleiche entsteht bei zu hohen Wassertemperaturen. Die Steinkorallen stoßen dabei die bunten Algen ab, mit denen sie in Symbiose leben. Wenn sich diese Algen nicht innerhalb weniger Wochen wieder ansiedeln, sterben die kommt es zum Korallensterben.

Im Jahr 2016 lag es vor allem auch am Wetterphänomen El Niño, der die Wassertemperaturen weiter ansteigen ließ.

Die Korallen brauchen bei einem Absterben 10 bis 15 Jahre, um sich zu erholen. Vorausgesetzt es treten keine weiteren Störungen auf. Da die Ozeane allerdings wärmer werden, ist die Hoffnung äußerst gering, das Great Barrier Reef jemals in seiner originalen Farbenpracht zu sehen.

Touristen haben weniger Schuld am Korallensterben als ursprünglich angenommen

Interessanter Fakt für Touristen: Im Great Barrier Reef vor der tourismus-intensivsten Region zwischen Cairns und die Whitsunday Inseln, gingen die Korallen nur um 6% zurück. In der Gegend um McKay-Area sind es sogar nur 1%. Es sind auch nicht alle Riffe für den Massentourismus frei zugänglich.

Dies gilt auch absolut nicht als Aufforderung beim nächsten Tauchgang am Riff unvorsichtig zu sein. Wir fordern bei dieser Gelegenheit ausdrücklich auf die Korallen absolut nicht zu berühren oder sie mit Flossen zu stoßen. Hier sind einige Tipps, wie man dem Riff helfen kann.

Für die Wissenschaftler der James Cook University ist der Klimawandel in erster Linie Schuld am Korallenschwund ist. Touristenboote und Taucher hingegen weniger.

Australien bietet nur einen minimalen Schutz für das Great Barrier Reef

Im vergangenen Jahr hat die australische Regierung Ölbohrungen im Gebiet des Great Barrier Reefs zugelassen. Jetzt kündigte sie an weitere Schutzmaßnahmen für das Riff zu erlassen.

Leider erfolgen diese zusätzlichen Maßnahmen nur aufgrund der Drohung der UNESCO, dem Korallenriff den Titel des Weltnaturerbe abzuerkennen. Das Great Barrier Reef ist das größte Touristenmagnet des Landes. 5 Milliarden australische Dollar werden so ins Land gespült.

Dieses Video ist erst vor wenigen Tagen entstanden.

Neben dem Klimawandel setzen dem Riff auch Zyklone massiv zu

Im Jahre 2011 bekamen Reisende bereits einen Vorgeschmack, wie das Great Barrier Reef in Zukunft aussehen wird. Damals traf Zyklon “Yasi” in Mission Beach bei Cairns auf Land. Der Tropensturm war stark genug, dass er bis Mount Isa vordrang und immer noch als Zyklon eingestuft wurde. Normalerweise verlieren Tropenstürme schnell an Intensität, sobald sie auf Land treffen.

Bananen Plantagen und die Rohrzuckerindustrie brauchten ein ganzes Jahr um sich von den Auswirkungen des Sturms zu erholen. Backpacker Jobs in der Gegend wurden knapp. Die Preise von Bananen stiegen explosionsartig an, bevor sie sich 12 Monate später wieder normalisierten.

Die Regierung Australiens gewährte das Second Working Holiday Year, wenn jemand beim Wiederaufbau nach dem Sturm half. Der Sturm verursachte Schäden von insgesamt 3,5 Milliarden Dollar.

Der Sturm Yasi beschädigte auch massiv das Korallenriff. Noch Monate später waren die Auswirkungen für Touristen und Taucher sichtbar. Die Korallen haben ihre Farbenpracht verloren, wurden beschädigt und sind verbleicht.

Ein deutscher Backpacker war schockiert von seinen Eindrücken vom Great Barrier Reef

Matthias, ein deutscher Backpacker und Travelgott, der zu dieser Zeit auf einem Tauchboot am Riff für mehrere Tage voluntierte erzählt uns von seinem damaligen Schock:

Ich weiß noch die Bilder und Broschüren von den Tour Operators. Diese zeigten natürlich das Riff von der besten Seite. Auch auf dem Tauchboot sah man Videos und Fotos und man freute sich natürlich das dann live zu sehen. Bei meinem ersten Tauchgang war ich total enttäuscht. Für mich war es damals klar, dass die Fotos bearbeitet wurden.

Erst als ich Tage später mit einem Tauchlehrer darüber gesprochen hatte, wurde mir klar, dass die Korallen einfach innerhalb kürzester Zeit ihre Farben verloren hatten. Das „richtige“ Korallenriff habe ich leider nicht gesehen und das werde ich vermutlich auch nicht mehr.

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