11 Gründe keine Angst zu haben Alleine zu Reisen

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Alleine zu reisen ist anfangs eine Überwindung, vor allem wenn es das erste Mal ist. Jetzt reisen wir sogar lieber alleine als in einer Gruppe. Und damit meinen wir nicht, damit wir uns selbst finden, selbstbewusster werden, unseren Charakter stärken usw. (auch wenn diese positiven Nebeneffekte absolut wahr sind).

Wir reisen lieber alleine, weil wir trotzdem nie das Gefühl haben einsam zu sein und sogar eine bessere Zeit haben. Diese Erfahrung wollen wir weitergeben und dir die Angst nehmen, die nächste Reise alleine anzugehen. Egal ob aufgeschlossen oder nicht, diese Punkte treffen wirklich auf jeden zu.

1. Es ist wahr: Du lernst auf Reisen überall neue Leute kennen

Die größte Sorge eine Reise alleine anzutreten, ist die Angst alleine zu sein. Diese Angst ist absolut unberechtigt. Vor allem in den Backpacker-Hochburgen in Australien, Neuseeland, Asien, Südamerika, Europa und Nordamerika (eigentlich auf der ganzen Welt), lernst du an jeder Ecke andere Backpacker kennen.

2. Andere Backpacker suchen auch Kontakt und reisen oft alleine

Es gibt unglaublich viele Leute, die auch alleine reisen. Du bist dabei sicher nicht der einzige sein. Mittlerweile trifft man sogar auch auf viele Mädchen, die alleine durch Südamerika reisen.

Mit Solo-Travellers ist es naturgemäß leichter in Kontakt zu kommen, aber eigentlich sind alle Backpacker sehr kontaktfreudig. Alleinreisende sind immer froh von anderen angesprochen zu werden. Wenn du Kontakt suchst, ist das also eine einfache Möglichkeit Leute kennen zu lernen.

3. In Hostels lernst du automatisch Leute kennen

Wenn du alleine reist, empfehlen wir ein Hostel zu buchen, welches hohe Bewertungen in puncto „Atmosphäre“ hat.

Es gibt keinen einfacheren Ort neue Leute kennen zu lernen, als in Hostels. Du triffst auf andere Backpacker praktisch schon beim Check-in – allerspätestens in deinem Hostelzimmer. Ganz automatisch grüßt du deine Zimmergenossen, stellst dich vor und schon bist du in einem Gespräch verwickelt.

Jeder, der schon etwas länger auf Reise war, kennt die Fragen: Wie heißt du? Woher kommst du? Wann bist du hier angekommen? Seit wann bist du auf Reise? Wohin geht es als nächstes? Warst du schon in …? Auf langen Reise geht das sogar so weit, dass man die Fragen gar nicht mehr wieder und wieder hören kann. Dann freut es dich, wenn du etwas Zeit für dich verbringen kannst.

Tipp: Wenn du alleine reist, empfehlen wir ein Hostel zu buchen, welches hohe Bewertungen in puncto „Atmosphäre“ hat. Auch sollte es nicht zu groß sein. Je größer ein Hostel ist, desto schwieriger ist es in der Regel andere Backpacker näher kennen zu lernen, da meist alles viel anonymer ist (es gibt natürlich auch Ausnahmen).

4. Bleib für dich selbst, wann immer du willst

Über Monate oder sogar Jahre hinweg zu reisen, ist manchmal sehr intensiv. Du wirst auch als Solo-Backpacker ständig von Leuten umgeben sein. Ohne Zweifel hast du manchmal Momente, in denen du lieber für dich alleine sein willst. Als Solo-Backpacker kannst du auch Zeit nur mit dir verbringen.

Das heißt auch nicht, dass du dich total abkapseln musst. In diesen Situationen reicht es schon tagsüber den Ort alleine zu erkunden, um sich abends wieder auf die Hostel-Party zu freuen. Wir gehen in solchen Momenten einfach in einen Park, ein Café, gehen ins Kino, schauen uns eine Touristenattraktion an oder spazieren durch die Stadt. Danach ist man schon wieder bereit für neue Leute.

5. Keine Kompromisse – deine Reise, deine Entscheidungen

Wenn du alleine unterwegs bist, kannst du deine Pläne spontan ändern, ohne dies über mehrere Personen hinweg zu koordinieren.

Dieser Punkt heißt nicht, dass wir Kompromisse schlecht finden – ganz und gar nicht. Aber wenn du jeden einzelnen Tag und jede einzelne Nacht mit einer anderen Person verbringst, dann musst du unweigerlich ständig Kompromisse schließen.

Je nachdem wie groß diese Kompromisse sind, kann das über einen kürzeren Zeitraum auch sehr gut funktionieren. Über mehrere Monate hinweg ist das aber unglaublich anstrengend, da praktisch niemand wirklich voll zufrieden, da man sich ständig nur auf Kompromisse einigt.

6. Absolute Kleinigkeiten werden in der Gruppe auf Dauer zum Problem

Wer in solch eine Situation gerät, dem raten wir sie bei einer Flasche Wein oder Bier offen anzusprechen.

Wenn ständig nur Kompromisse geschlossen werden und niemand wirklich frei ist, beginnt man anfangs die negativen Eigenschaften des Reisepartners in den Vordergrund zu rücken. Kleinigkeiten, die anfangs keine Rolle spielten, fallen plötzlich mehr ins Gewicht.

Das geht so weit, dass du irgendwann alles an dieser Person verurteilst – so wie sie sich anzieht, die Frisur, wie sie Dinge sagt (eigentlich absolute Nichtigkeiten). Wer noch nie in solch einer Situation war, kann das kaum verstehen und glaubt wir übertreiben. Aus eigener Erfahrung können wir aber sagen, dass dies aber Extremsituationen sind.

Tipp: Wer in solch eine Situation gerät, dem raten wir sie bei einer Flasche Wein oder Bier offen anzusprechen. Je länger du wartest, desto schwieriger wird es. Oft ist es die beste Lösung sein, die Reise getrennt fortzusetzen. Man wird sich während der Reise wieder treffen und sich dann auch wieder verstehen. Aber 24/7 miteinander zu verbringen kann eben auch schief gehen.

7. Wenn du alleine reist, kannst du dich nicht mit deinen Freunden zerstreiten

Wir haben uns in Australien noch hin und wieder getroffen, aber seit wir wieder zuhause sind haben wir keinen Kontakt mehr.

Wenn du dich mit deinem Travel-Mate zerstreitest, kann das langfristige Folgen haben. Viele glauben, dass bei einer Reise mit dem besten Freund oder Freundin nichts schief gehen kann. Wir wollen davon nicht abraten, aber das sollte man sich sehr gut überlegen! Nicht umsonst werden Beziehungen auf Reisen am besten geprüft.

Ein Travelgott aus unserem Team, der mit seinem besten Freund durch Australien gereist ist, erzählt von seiner Erfahrung:

Wir haben zusammen studiert und uns immer super verstanden. Nachdem wir in Australien wirklich Tag und Nacht jede Stunde verbracht haben, war mir eigentlich schnell klar, dass wir in dieser Situation nicht so sehr harmonierten. Ich wollte jedoch immer noch das Work and Travel Jahr wie geplant durchziehen. Aber irgendwie mussten wir ständig nur Kompromisse schließen und keiner hatte das Gefühl wirklich das zu machen, was man selbst möchte.

Tagsüber sprachen wir kaum noch und nachts wollten wir im Auto nur noch schlafen – bloß um nicht miteinander sprechen zu müssen. Nach 3 Monaten hab ich die gemeinsame Reise doch beendet und bin praktisch über Nacht zur anderen Seite des Kontinents geflogen. Wir haben uns in Australien noch hin und wieder getroffen, aber seit wir wieder zuhause sind, haben wir keinen Kontakt mehr. Das werden wir wahrscheinlich auch nicht mehr.

Wir empfehlen daher eindringlich sich genau zu überlegen, mit wem man auf eine Backpacking-Reise geht. Der beste Freund oder beste Freundin muss nicht die beste Wahl sein. Auch wenn ihr auf den ersten Blick weniger harmoniert, kann das eine gute Option sein, wenn man sich gegenseitig nicht zu sehr auf die Pelle rückt und auch mal Stunden alleine verbringen kann.

8. Gib dein Geld aus, für was du möchtest

Wenn du in einer Gruppe reist, empfehlen wir eine Team-Kasse einzurichten.

Geld kann bei einer Reise in der Gruppe ein Problem werden. Jeder hat unterschiedliche Vorlieben und Vorstellungen, was man auf der Reise machen möchte, z.B. andere Aktivitäten oder Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, wo essen und ob ich mir billigen Goon kaufen oder eine gute Flasche Bier. Das kann zu einem Problem führen, wenn man länger gemeinsam unterwegs ist und die Unterschiede entsprechend groß sind.

Tipp: Wenn du in einer Gruppe reist, empfehlen wir eine Team-Kasse einzurichten. Jeder aus der Gruppe legt gleich viel Geld ein, mit dem Gemeinschafts-Ausgaben gemacht werden. Die Kasse kann dadurch einfach nachgefüllt werden, ohne dass man sich genau notieren muss, wer, was, wann bezahlt hat und womöglich Diskussionen entstehen.

9. Alleinreisende sind automatisch aufgeschlossener

Wenn ich alleine unterwegs gewesen wäre, hätte ich die Leute mit absoluter Sicherheit angesprochen, was leicht in einer spontanen Parkplatz-Party geendet hätte.

Jeder der alleine unterwegs ist, kann das bestätigen. Als Solo-Traveller hast du automatisch ein größeres Interesse andere Leute kennen zu lernen. Wenn du zu zweit oder zu dritt unterwegs bist, dann ist es dir natürlich nicht so wichtig neue Leute kennen zu lernen.

Ein Travelgott erzählt aus eigener Erfahrung:

Als wir bei einer Backpacking-Tour zu dritt mit dem Auto durch Australien gefahren sind, haben wir auf einem Parkplatz andere Backpacker aus unserer eigenen Heimatstadt ein paar Autos weiter gesehen. Nach längerer Zeit in Hostels und da wir nicht alleine unterwegs waren, haben wir nicht mit ihnen gesprochen!

Was mir heute immer noch total absurd (und etwas asozial) vorkommt, stand damals gar nicht zur Diskussion. Wir brauchten eben nicht unbedingt neue Bekanntschaften. Heute denke ich mir, dass das eigentlich eine ziemlich tolle Begegnung geworden wäre. Wenn ich alleine unterwegs gewesen wäre, hätte ich die Leute mit Sicherheit angesprochen, was leicht in einer spontanen Parkplatz-Party geendet hätte.

10. Andere Backpacker sind viel aufgeschlossener gegenüber Solo-Reisende

Ich schmiss meine Sachen in das zimmer und hatte eine der besten Nächte auf dieser Reise – absolut spontan und mit wildfremden Menschen.

Nicht nur du bist als Solo-Traveller aufgeschlossener, sondern andere Backpacker automatisch gegenüber Alleinreisenden. Wen würdest du denn eher ansprechen? Eine Person die alleine unterwegs ist, oder eine Reise-Gruppe, die sich bereits unterhält?

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass man als Alleinreisender viel leichter gefragt wird, ob man etwas essen möchte, zu einer Party oder den Ort zu erkunden. Wenn jemand in einer Gruppe reist, geht man eher davon aus, dass die Gruppe von sich aus den Anschluss sucht, da man nicht weiß, ob sie dies auch möchte.

Ein Travelgott erzählt von einer Reise in Südamerika:

Ich bin erst gegen 23 Uhr im Hostel angekommen. Am Tag darauf musste ich schon weiter und wollte an diesem Abend das Nachtleben der Stadt erkunden. Ich machte mir schon ein wenig Sorgen, ob zu dieser Uhrzeit noch Leute im Hostel waren, um mit ihnen auszugehen.

Nach dem Check-in auf dem Weg zu meinem Zimmer kamen mir Leute entgegen, um in einen Club zu gehen, die sofort fragten, ob ich mit ihnen fortgehen wollte. Ich schmiss meine Sachen in das Zimmer und hatte eine der besten Nächte auf dieser Reise – absolut spontan und mit wildfremden Menschen. Irgendwann hat sich noch herausgestellt, dass ich mit einem aus dieser Gruppe in Rio de Janeiro im selben Hostelzimmer gelebt hatte – aber irgendwie haben wir uns da immer verpasst.

11. Funktioniert immer als Ice-Breaker: Wie lautet das Wifi-Password?

Wenn du dennoch Schwierigkeiten hast Leute in Hostels kennen zu lernen, kannst du einfach einen anderen Reisenden fragen, was das Wi-Fi Passwort ist, um ein Gespräch zu beginnen. Kein Reisender wird in einem Hostel über diese Frage überrascht sein.

Wir stellen diese Frage oft in Hostels, um eine Unterhaltung zu starten – auch wenn wir kurz davor stundenlang völlig abgekapselt im Internet verbringen. Die Leute starren uns dann oft verwirrt an, aber als Ice-Breaker funktioniert diese Frage jedes Mal hervorragend!

Ein Travelgott in einem Hostel in Los Angeles:

Ich saß an einem Tisch in den Common Areas eines Hostels neben einem wirklich netten Mädchen. Eigentlich wollte ich mit ihr sprechen, aber ich musste einiges an Arbeit erledigen. Nach 3 Stunden am Computer war ich fertig damit und hab sie plötzlich gefragt: “Sorry, was ist das Wi-Fi Password?” Sie sah mich total ungläubig an und dachte sicher ich wäre verrückt. Aber es hat funktioniert: Die nächsten Tage haben wir zusammen verbracht!

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